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„Die Zahlungsformate sind noch nicht ausreichend standardisiert“, Raffi Basmadjian, France Télécom Drucken E-Mail
13.11.2009

Zahlreiche Treasurer möchten heute die Standardisierung der Verfahren soweit wie möglich voranbringen, wobei die Entwicklung von SEPA und die Verbreitung von IBAN zur Erreichung von diesem Ziel beitragen sollen. Vorläufig fehlt jedoch eine Standardisierung, so dass die Organisation des Zahlungsverkehrs und die Zahlungsmittel angepasst werden müssen, wie dies für die französische Gruppe France Télécom zutrifft, die insbesondere die internationalen Formate EDIFACT, MT und demnächst XML bei der Durchführung der Zahlungstransaktionen einsetzt. „Wir versuchen, soweit wie möglich diese Standards zu verwenden, sie entsprechen aber nur einem kleinen Anteil unserer Transaktionen. Die meiste Zeit müssen wird die Zahlungsdateien auf das interne Format umstellen“, erklärte Raffi Basmadjian, Leiter für Cash Management und Treasury Informationssysteme bei France Télécom bei der letzten Eurofinance-Konferenz in Kopenhagen. Die Vereinheitlichung ist selbstverständlich das Ziel für das Treasury-Management einer Gruppe mit 400 Tochtergesellschaften und die in 94 Ländern präsent ist, aber die Kluft zwischen Theorie und Praxis ist noch groβ. „Wenn wir mit bestimmten Banken arbeiten, hängt beispielsweise die Parametrierung vom Zeitpunkt der Sendung ab“, bemerkt Raffi Basmadjian. „Ohne  flexible Tools kann man nicht arbeiten. Die Banken haben noch keine echten Standards eingeführt“.

Bislang hat die zentrale Treasury-Abteilung von France Télécom versucht, die verschiedenen Bereiche zusammenzuführen und gemeinsame Tools und Prozesse unter Beibehaltung einer gewissen Flexibilität einzuführen. So wird beispielsweise mit der Bereitstellung eines universellen Treasury-Systems im ASP Modus in allen Tochtergesellschaften der Einsatz mit einem „lokalen System“ vergleichbar. Bei der Kommunikation mit Banken hat sich die Gruppe sehr schnell für Swiftnet entschieden, um die Migration für Büroservices bis Februar 2010 durchzuführen. „Die Lösung bietet eine funktionelle Absicherung und ist sowohl für Treasury-Transaktionen (FIN) wie auch Cash Management (Fileact) geeignet, wobei der Zugang zum gröβten eBanking-Netz weltweit gewährleistet wird », erläutert Raffi Basmadjian. Die Middleware für Schnittstellen mit Swift soll die mangelnde Standardisierung ausgleichen. Sie gewährleistet auch die Umstellung der Formate der Dateien, integriert die speziellen Regeln, passt sie den Standards der einzelnen Länder an und erleichtert die Integration neuer Anwendungen. «Wir versuchen, soweit wie möglich zu vereinheitlichen, aber die Dinge sind nicht immer so einfach. Wir standardisieren und gleichen dann die Differenzen aus. Unser Ziel ist es, alle derzeitigen  lokalen Zahlungsstandards durch einen einheitlichen ISO XML 20022 Standard, einem universellen Format mit mehr Informationen zu ersetzen». Abgesehen von den technischen Aspekten hängt die Flexibilität auch von der Logik und den Kontenplänen ab.  Ein Kontenplan, der direkt  „Drittkonten“ mit den Konten der Bank verbindet (512), schränkt die „Switchability“ der Bank ein. Das Treasury ist der Auffassung, dass Verbindungskonten zwischen Drittkonten und den Konten der Bank wünschenswert wären, ganz einfach um  über eine entsprechende Kapazität zu verfügen, um falls erforderlich von einem Konto auf das andere (oder von einer Bank auf die andere) umstellen zu können.

 

Zentralisierungsprozess

 

Parallel dazu ermöglichen drei Prozesse eine Optimierung des Treasury-Managements. Das Netting bietet eine globale Übersicht über interne Zahlungen, das Cash-Pooling zentralisiert die Zahlungsströme und der Aufbau einer Zahlungszentrale ist im Jahr 2010 geplant.
Fazit ist, dass gemeinsame Tools und Prozesse den Gesamtinvestitionsaufwand, die Wartungskosten und die manuellen Interventionen reduzieren. Die Überwachung ermöglicht zudem eine bessere Kontrolle über den Gesamtkostenaufwand der Treasury-Transaktionen der Gruppe.

 

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