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Trotz Unterstützung der Euro Associations of corporate treasures (EACT) im Rahmen seines CAST Programms (Corporate Action for Standards), hat das Projekt einer internationalen Identifizierungsnummer Schwierigkeiten sich durchzusetzen. Die Gründung eines IBEI (International Business Entity Identifier) durch die ISO (Internationale Organisation für Normung) wurde vertagt. Beobachtern zufolge war dieses Projekt von Anfang an, aufgrund der problematischen Gestaltung, schwer einsetzbar. Die IBEI plante ursprünglich die Ausstellung einer individuellen Nummer für jedes Unternehmen durch eine private Organisation. Jedoch stellten Verwaltung, Kontrolle und Aktualisierung der Daten zu viele Probleme, da alleine in Europa 25 Millionen Unternehmen bestehen. Eine immense Organisation, die nicht an die Gegebenheiten angepasst ist.
Es besteht ein Problem: „Es gibt einen dringenden Bedarf, die Handelspartner bei elektronischen Transaktionen korrekt zu identifizieren. Durch das Fehlen einer internationalen Nummer teilt man, je nach Aktivität, einer einzelnen Einheit mehrere Nummern zu. Für jede kaufmännische Beziehung und die Förderung des automatischen Ausgleichs zwischen Inkasso und Kundenposten muss der Zahler seine Kundennummer angeben, die von jedem Lieferanten im Rahmen seiner ERP vergeben wird. Ein einziges Unternehmen ist also bei seinen Lieferanten unter verschieden Nummern bekannt“ erklärt Gianfranco Tabasso, EACT Inkasso Ausschusspräsident.
Ein IBAN für Unternehmen
Heute will der EACT nach dem IBAN System eine einmalige internationale Identifizierungsnummer ausstellen. Diese Nummer soll auf der Basis nationaler Identifizierungsziffern in ein normalisiertes Format gebracht werden. Die ISO Landesidentifizierungsziffer würde zum Beispiel Aufschluss über die geographische Herkunft eines Unternehmen geben. In manchen Ländern, wie Spanien oder Italien, benutzt man die Steuernummer als Identifizierung für Zahlungstransaktionen. Die letzte Hoffnung der EACT ist, dass die neue ISO TC68/SC4-Einheit das Projekt „UEI“ (Unique Entity Identifier) analysiert. „Diesmal wird sich auch ein EACT Mitglied an den Aktivitäten beteiligen und für die Entwicklung des Projektes sorgen. Sollte dennoch keine internationale Entscheidung fallen, müsste dann die europäische Union, die mit den Finanzmarktrichtlinien (MiFID) der SEPA Schwierigkeiten hat, das Projekt unterstützen“, gibt Gianfranco Tabasso bekannt.
Der europäische Zahlungsverkehr (SEPA) plant zur Lastschriftentransaktion die Erstellung einer einmaligen, von jeder Bank festgelegten, Identifizierungsnummer der Gläubiger. Dadurch könnte das Anfangsprojekt wieder zur Tagesordnung stehen, zudem auch die Zentralbanken eine einmalige Nummer zur Kontrolle der Kreditrisiken erwarten. „Wenn wir keine Lösung finden, werden wir in Zukunft von unzähligen Identifizierungsnummern überflutet, was zur Erschaffung von neuen Datenfeldern im ERP und zu neuen Wartungsproblemen führt. Im Gegensatz würde eine einmalige Identifizierungsnummer die Kontrolle der Aufsichtsautoritäten vereinfachen, insbesondere im Bereich des Kampfes gegen die Geldwäsche. Es würde die Benutzung elektronischer Unterschriften erleichtern und die Kontrollprozesse des SEPA verbessern. Zum Beispiel würde die Bank vor einer Überweisungskreditierung automatisch die Identität des Empfängers prüfen“ gibt Gianfranco Tabasso bekannt.
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