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Nur 26% der Unternehmen setzen die neue SEPA Überweisung ein Drucken E-Mail
10.10.2008

Im Gegensatz zu dem, was man vermuten könnte, sind sich die Unternehmen nicht darüber einig, was die größte Herausforderung bei der SEPA-Umstellung darstellt. Einer Umfrage der Dresdner Kleinwort zufolge, an der rund einhundert deutsche Unternehmen teilgenommen haben, scheinen manche Problembereiche überwertet zu sein, die in der Praxis keine bedeutende Rolle spielen. Bei den Unternehmen, die noch nicht auf SEPA umgestellt haben, sehen mehr als die Hälfte ein Hindernis in der Formatvielfalt, doch nur ein Viertel der Unternehmen, die schon die neuen SEPA Überweisungen (SCT-SEPA Credit Transfer) verwenden, sehen darin ein besonderes Problem. Einen weiteren Unterschied zwischen Wahrnehmung und Praxis stellt die Anpassung der ERP Systeme dar. 11 % der aktiven SEPA-Benutzer sehen darin eine Herausforderung, gegenüber 36 % bei den noch nicht umgestellten Unternehmen.  

Die Gewinnung der BIC und IBAN Codes der verschiedenen Geschäftspartner in der Praxis stellt die schwierigste Aufgabe dar. Bei den 26% der Unternehmen, die schon das SEPA Verfahren einsetzen und von denen wiederum 22% dieses nur für den Zahlungseingang oder –ausgang benutzen,  sind bei 80 % in diesem Bereich Probleme aufgetreten, während weniger als die Hälfte der Unternehmen, die noch nicht den SCT anwenden, dieses als Herausforderung sehen.

 

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Quelle: Dresdner Kleinwort, SEPA Umfrage 2008

Pay back period

Auch wenn die nationalen Überweisungen keine Zukunft haben, wollen 50% der Unternehmen erst die SEPA Zahlungen verwenden, wenn diese zur Pflicht werden. Jedoch sehen rund zwei Drittel aller Unternehmen schon die Vorteile, die dieses neue Verfahren bietet. Die Entscheidung auf SEPA umzustellen liegt also in der Gewichtung zwischen Investitionen und daraus resultierenden Vorteilen. Bei den Unternehmen, die schon auf SEPA umgestellt haben, wollten fast 90% ihre Bankkosten für internationale Transaktionen senken und 50% von den niedrigen Kosten für den Inlandszahlungsverkehr sowie von der Konsolidierung der Bank und -Kostenstruktur profitieren.

Im Gegensatz zu den Unternehmen, die einen Umsatz zwischen 500 Millionen und 5 Milliarden Euro erzielen und die 4 % derjenigen ausmachen, die die SEPA Überweisung für die gesamten Zahlungstransaktionen benutzen, ist es nicht überraschend, dass vor allem die Unternehmen, die Umsätze bis zu 100 Millionen Euro verzeichnen oder weniger als 10 000 Zahlungstransaktion pro Tag durchführen, hinsichtlich der Umstellung auf SEPA sehr zurückhaltend sind. „Viele Unternehmen haben festgestellt, dass der SEPA- Transaktionspreis allein die Kosten zur Anpassung der firmeneigenen IT- Systeme sowie der Prozesse im Treasury nicht oder noch nicht rechtfertigt“, sagt Manfred Fleckenstein, der bei Dresdner Kleinwort für das weltweite Cash-Management verantwortlich ist.

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