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Zarter Aufschwung in Deutschland wird von zahlreichen Konjunkturrisiken bedroht – Feiertage sorgen in 2004 für Wachstum Drucken E-Mail
17.10.2003

PE
Eine merkliche Verbesserung der Weltwirtschaft konstatieren Konjunkturforscher. Auch in Deutschland hellen sich die Perspektiven wieder etwas auf. Allerdings rechnet der Ausschuss für Wirtschafts- und Währungspolitik, dem Ökonomen verschiedener Banken angehören, nur mit einer minimalen Belebung im zweiten Halbjahr. Diese reiche gerade aus, um das Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt 2003 in etwa wieder auf das Vorjahresniveau zu bringen. Ob eine schwarze oder rote Null erreicht wird, sei derzeit nur schwer auszumachen.

Für 2004 rechnen die Konjunkturexperten mit einer verhaltenen Besserung in Deutschland. Die nötigen Impulse sollen von den Ausrüstungsinvestitionen und den Exporten kommen. Dabei erwarten die Banker, dass die Expansion der globalen Nachfrage die aufwertungsbedingten Preisnachteile der heimischen Exporteure überkompensiert.


Quelle: BdB

Eintreten wird diese Prognose aber nur, so die Ökonomen, wenn die dritte Stufe der Steuerreform vorgezogen wird. Dann werde es in Deutschland zu einem Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent kommen. Ein Konjunkturrisiko stelle aber das mögliche Scheitern der "Agenda 2010" dar. Weitere Risiken sehen die Volkswirte in den Unsicherheitsfaktoren Energiepreise und Wechselkurs.

Das Wachstum von 1.6 Prozent ist aber nicht nur der konjunkturellen Dynamik zu verdanken. Denn 2004 ist nicht nur ein Schaltjahr, sondern es fallen auch außergewöhnlich viele Feiertage auf Wochenenden. Rechnerisch stehen rund 3,5 Arbeitstage mehr zur Verfügung als im laufenden Jahr. Dies mache etwa einen halben Prozentpunkt beim Wachstum des Bruttoinlandsprodukt aus (siehe Schaubild).




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