| CoBa: Lokomotive US-Wirtschaft – Zinserhöhungen ab Mitte 2004 |
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| 29.09.2003 | |
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PE International sieht es dagegen schon wieder erfreulicher aus. Nach mehr als zwei Jahren schwachen Wachstums, so die Volkswirte der Commerzbank, hat die Weltwirtschaft merklich an Fahrt gewonnen. Überrascht habe vor allem die positive Entwicklung in Japan. Im zweiten Quartal übertraf dort die gesamtwirtschaftliche Produktion das Vorjahresniveau um knapp 4 Prozent. Die durch SARS verursachten negativen Effekte seien in Japan und in den Nachbarländern weitgehend abgeklungen. Die Lokomotivfunktion für die Weltwirtschaft hat für die Commerzbank mal wieder die USA übernommen. Angeregt durch Steuersenkungen und sehr niedrige Zinsen expandiert die US-Wirtschaft seit dem Frühjahr wieder mit Raten deutlich über dem Produktionspotenzial. Ob sich hieraus ein selbsttragender Aufschwung entwickeln wird, könne mit Blick auf den immer noch schwachen Arbeitsmarkt derzeit allerdings nicht mit Sicherheit geschlossen werden. Die Volkswirte der Commerzbank gehen aber davon aus, dass zum Jahresende auch die Beschäftigung zunimmt und der Aufschwung damit breiter abgestützt wird. Das hohe Expansionstempo, das sich für das dritte Vierteljahr abzeichnet, wird die US-Wirtschaft allerdings auch dann nicht beibehalten können. Trotzdem sollte dieser Aufschwung verbunden mit Asien und dem gestoppten Euro-Anstieg die Aussichten für den Export im Euroraum merklich verbessern. Kurswechsel in der Geldpolitik erst Mitte 2004 Trotz der sich abzeichnenden Belebung der Konjunktur erwarten die CoBa-Ökonomen nicht, dass die Notenbanken die Zinsen kurzfristig verändern. Ein Kurswechsel in der Geldpolitik sei erst zu erwarten, wenn sich der Aufschwung als nachhaltig erweist. Entsprechend ist damit zu rechnen, dass es erst ab Mitte 2004 zu Zinserhöhungen der Fed und der EZB kommen wird. Für die Commerzbank scheint mit Blick auf die hohe Unterauslastung des Produktionspotenzials und des geringen Preisauftriebs diese konjunkturelle "Risiko-Absicherung" gerechtfertigt. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Fed bei dem Versuch, die Konjunktur anzukurbeln, über das Ziel hinausschießt. In diesem Fall müssten die Zinsen stärker angehoben werden. Mit dem Anziehen der US-Konjunktur haben auch die Rentenmärkte gedreht. Nach Einschätzung der Commerzbank ist mit dem jüngsten Anstieg der Renditen den verbesserten Konjunkturaussichten ausreichend Rechnung getragen. Die nach wie vor bestehende Unsicherheit bezüglich der Nachhaltigkeit des Aufschwungs in den Vereinigten Staaten und das Stillhalten der Fed sprechen zunächst gegen eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Ein weiterer Anstieg der Renditen sei erst für das Frühjahr 2004 zu erwarten, wenn am Markt verstärkt Spekulationen auf einen bevorstehenden Kurswechsel in der Geldpolitik aufkommen. Auf Sicht eines Jahres dürften die Renditen zehnjähriger Treasuries bei fünf Prozent liegen. Im Euroraum werden die Renditen deutlich unter dem amerikanischen Niveau bleiben, da die EZB die Zinsen im Vergleich zur Fed weniger stark anheben wird, schreibt die Commerzbank. |
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