| Trend zur (Tax-) Transparenz: Mit Managed Accounts Hedgefonds-Black-Box öffnen |
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| 5.11.2004 | |
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Patrick Eisele Bestrebungen zu mehr Transparenz sind auf dem Kapitalmarkt unübersehbar: Ratings durchleuchten Unternehmen und Transaktionen, Vorstandsgehälter sollen der Öffentlichkeit aufgeschlüsselt werden. Auch für die oft als Black-Box bezeichnete Hedgefonds-Branche wünschen sich Anleger mehr Transparenz. Dieser Wunsch entsteht in Deutschland vor allem aus steuerlichen Überlegungen, denn bei intransparenten Fonds droht Investoren eine Strafbesteuerung. Unterstützend bei der Generierung von Transparenz wirken Managed Accounts. Managed Accounts sind die Replikation eines existierenden Hedgefonds innerhalb eines kontrollierbaren Rahmens. Dabei handelt es sich um ein Bankkonto, das im Namen eines Investors oder eines Plattformanbieters eröffnet wird und in welchem ein Hedgefonds Manager die Anlagestrategie seines existierenden Hauptfonds repliziert. "Durch die Trennung von Geld und Hedgefonds-Manager ist das Betrugsrisiko ausgeschlossen. Der Manager erhält lediglich eine Vollmacht für Käufe und Verkäufe aber nicht für den Abzug der Gelder", erklärt Dietrich Mang, Head of Client Relationship Management bei der Union-Tochter UNICO gegenüber bfinance. "Ein weiterer großer Vorteil von Managed Accounts liegt in der Transparenz. Diese bietet steuerliche Vorteile und unterstützt den Investor bei Risikomanagement und Asset Allocation." Die Luxemburger Fondsgesellschaft UNICO hat von der BaFin für drei Dachfonds die Genehmigung für den öffentlichen Vertrieb in Deutschland erhalten. Diese Dachfonds verfolgen einen Managed-Account-Ansatz, bei dem das Vermögen dem Zielfondsmanager nicht direkt übertragen wird, sondern auf einem Konto verbleibt, über das ausschließlich der Dachfondsmanager verfügen kann. ![]() Die Nachfrage nach Managed Account-Lösungen geht offenbar parallel mit dem Interesse nach Hedgefonds. "Aktuell ist die Nachfrage noch nicht sehr hoch, jedoch zeigen viele Investoren ihr Interesse", so Mathias Ranke, Head of Hedge Fund Relations & Risk Analysis bei Lyxor Asset Management. Die Tochter der Société Générale bietet über ihre Plattform nach eigenen Angaben mit Managed Accounts für ungefähr 130 Hedgefonds in Deutschland das größte Angebot. Für die Zukunft gibt sich Ranke optimistisch: "Es ist mehr als wahrscheinlich, dass Investoren aufgrund der attraktiven absoluten Performance und der Diversifikationsmöglichkeiten künftig verstärkt in Hedgefonds investieren werden." Neben den oben bereits erwähnten Potenzialen bezüglich Marktrisiko oder Performanceanalyse, zeigt die gegenwärtige Diskussion in Deutschland, dass insbesondere ein Punkt Managed Accounts interessant macht: die Tax Transparency. Für diese sorgt bei Lyxor laut Ranke eine spezielle Fondsstruktur sowie das Vorhandensein der nötigen Daten um als Zielfonds in Frage zu kommen und um die Informationen und das Reporting über Käufe, Verkäufe, Zins- und Dividendeneinnahmen liefern zu können. Letzteres werde durch das Setup ermöglicht, welches für das Risikomanagement implementiert wurde. Die Kosten für die Managed Account-Lösung von UNICO sind durch die "wettbewerbsfähige" Verwaltungsvergütung, die die Konstruktion von hurdle rates, high-water-marks und catch-ups berücksichtigt, für den Investor abgegolten. Für sich betrachtet führe das Managed Account zu keinen erhöhten Kosten für den Kunden, so Dietrich Mang. Bei Lyxor hängen die Kosten von der Strategie des Hedgefonds ab. Für die meisten Managed Accounts belaufen sich die Gebühren auf 85 bps. Bei anderen Accounts, bei denen die Erstellung der Tax-Reports mehr Mühe macht, steigen die Fees auf 120 bps. |
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