| BaFin-Rundschreiben lässt kapitalgarantierte Produkte ins Abseits laufen |
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| 8.09.2004 | |
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Patrick Eisele Nun ist es amtlich. Wie schon im zweiten Entwurf des Rundschreibens für der Aufsicht der BaFin unterliegenden Hedgefondsinvestoren festgehalten, ist im Rundschreiben 7 / 2004 keine Privilegierung der strukturierten Produkte mit Kapitalgarantie mehr gegeben. Eine ausreichende Risikotragfähigkeit und Due Diligence sowie ein Risikomanagement sind nun auch bei Investments in mit einer Kapitalgarantie ausgestatteten und an Hedgefonds gekoppelten Produkten erforderlich. Bei einer konsequenten Anwendung des Rundschreibens ist auch nicht mit "weicheren" Anforderungen zu rechnen. Lediglich die Diversifikationsvorgaben gelten nicht bei strukturierten Produkten, bei denen eine Kapitalgarantie gewährt wird, eine Negativverzinsung ausgeschlossen ist und weder Liefer- noch Abnahmeverpflichtungen begründet werden. Marktteilnehmer sehen hinter dem Ende der Kapitalgarantie Disziplinierungsabsichten der BaFin. Die Investoren sollen sich mit den Risiken von Hedgefonds auseinandersetzen. "Der Gedanke der BaFin, Investoren zu einer intensiveren Beschäftigung mit Hedgefonds anzuregen, ist richtig", erklärt Beatrix Purchart, Kundenbetreuerin bei Man Investment Consultants AG. "Unseriösen Anbietern wird es dadurch erschwert auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen." Bedeutet nun das Ende der Privilegierung dieser Produkte nun auch deren Aus? Ulrich Krüger, Geschäftsführer Querschnittsbereich Kapitalanlagen beim GDV, rechnet zumindest mit einem Rückgang des Volumens: "Die Nachfrage nach Produkten mit Kapitalgarantie wird aus diesen regulatorischen Gründen zurückgehen. Trotzdem wird weiterhin ein Angebot bestehen bleiben, da beispielsweise interne Gremien leichter von einem Investment überzeugt werden können." Beatrix Purchart sieht diese internen Gründe bei kleineren institutionellen Anlegern gegeben. "Von großen Investoren werden Produkte mit Kapitalgarantie dagegen nicht mehr nachgefragt werden." 95 Prozent der institutionellen Kunden der Man-Tochter RMF investieren in kapitalgarantierte Hedgefonds. Den bisherigen Kunden werden jetzt auch Strukturen ohne Kapitalgarantie angeboten. Während Man Investments dabei nun nicht mehr auf Banken angewiesen ist, die für die Kapitalgarantie sorgen, profitieren die Kunden in zwei Punkten. Einmal von kürzeren Laufzeiten – bei kapitalgarantierten Produkten kann der Lock-up acht bis zehn Jahre betragen – und von einer Kostenreduktion. "Eine Struktur ohne Kapitalgarantie kostet etwa 30 bis 35 bps. Ein Produkt mit Kapitalgarantie dagegen zwischen 100 und 150 bps", so Purchart. Der höhere Aufwand, den das Rundschreiben der BaFin mit sich bringt, kann sich also durchaus bezahlt machen. |
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