| Europäisches Parlament bereitet einheitliche Regulierung von Hedgefonds vor |
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| 14.01.2004 | |
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Daniel Bartsch Ziel der Initiative ist es zu prüfen, ob für Hedgefonds und Derivate eine ähnliche EU-Richtlinie wie für die harmonisierten Investmentfonds (OGAW) notwendig erscheint. Der Ausschuss will aber für diese beiden Instrumente, die vor allem in Steuerparadiesen angesiedelt sind, weniger strenge Gesetzesvorgaben als für andere Wertpapiere, um die Standortbedingungen für beide Anlageklassen innerhalb der EU attraktiver zu machen. Die "bestmögliche" Option sei es, auf einem frei regulierten Markt mit quasi harmonisierten Grundregeln nur ein geringes Maß an Regulierung anzuwenden. Auch wenn sich das Parlament für eine einheitliche Regulierung der betroffenen Anlageklassen entscheidet, so hat es dennoch keine Gesetzgebungsbefugnis. Es könnte die EU-Kommission allerdings dazu auffordern, Rechtsakte auf den Weg zu bringen. Dafür müssten gesetzliche Vorschriften geprüft werden, die ein höheres Maß an Offenlegung festlegen und Einschränkungen bei den unterschiedlichen Typen von Hedgefonds vorsehen sollten. Im Interesse der Kleinanleger wird auch die Frage nach gesetzlichen Regelungen aufgeworfen, die für die Offenlegung der Handelsstrategien und der leistungsbezogenen Gebühren sorgen. Dabei steht offenbar ein Anlageverbot für Kleinanleger bei Hedgefonds im Raum, wenn dieser seine Handelsstrategien nicht publik mache oder Unsicherheiten hinsichtlich der Gebühren bestünden. Außerdem soll die Frage diskutiert werden, ob die nationalen Regulierungsbehörden in der Lage sind, mit dem Wachstum und den neuen Technologien Schritt zu halten. Dabei soll auch die Möglichkeit diskutiert werden, eine Regulierungsbehörde auf EU-Ebene zu schaffen. In Europa wurden im Jahr 2001 rund 450 Hedgefonds verwaltet. Auf das weltweite Anlagevolumen von 500 Milliarden $ in dieser Investmentkategorie entfallen lediglich 15 Prozent auf europäische Hedgefonds. Durch attraktivere Standortbedingungen soll dieser Anteil langfristig wachsen. |
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