Sie sind hier:

Home arrow Headlinearrow Kategorienarrow Management & Strategiearrow Hans Einhell AG macht vom gekreuzten Bezugsrechtsauschluss Gebrauch
Hans Einhell AG macht vom gekreuzten Bezugsrechtsauschluss Gebrauch Drucken E-Mail
19.04.2004

PE
Wie viele andere Aktiengesellschaften nutzt nun auch die Hans Einhell AG die verbesserte Stimmung an den Finanzmärkten zur Stärkung der Eigenkapitalbasis.

Das Grundkapital des Lieferanten für Baumärkte, C&C-Märkte und Fachhandel soll von 7,168 Millionen € auf bis zu 10,0352 Millionen € durch Ausgabe von bis zu 1,12 Millionen neuen Stückaktien – und zwar bis zu 640.000 neuen Stammaktien und bis zu 480.000 neuen Vorzugsaktien – durch eine Kapitalerhöhung mit gattungsbezogenem Bezugsrecht gegen Bareinlagen aus genehmigtem Kapital erhöht werden. Die Vorzüge sind im General Standard der Deutschen Börse notiert.

Der Emissionserlös soll nach Angaben des Unternehmens insbesondere für die Finanzierung des mit dem geplanten Wachstum einhergehenden Bedarfs an Working Capital, für die Finanzierung von Aktivitäten der weiteren Entwicklung ausländischer Märkte durch gezielten Auf- und Ausbau von Beteiligungen, für Produktneuentwicklungen und dem personellen Ausbau der Qualitätssicherung in China verwendet werden. Weiterhin soll der Emissionserlös auch der Beibehaltung und Verbesserung der wichtigsten Bilanz- und GuV-Kennzahlen dienen.

Die neuen Aktien werden unter Festsetzung eines identischen Bezugsverhältnisses von 5:2 für die Stamm- und Vorzugsaktionäre ausgegeben. Dabei macht die Gesellschaft von der Möglichkeit eines sogenannten gekreuzten Bezugsrechtsausschlusses gemäß § 4 Absatz 4 Satz 3 der Satzung der Gesellschaft Gebrauch. Dies bedeutet, dass das Bezugsrecht der Stammaktionäre auf Vorzugsaktien und umgekehrt das Bezugsrecht der Vorzugsaktionäre auf Stammaktien ausgeschlossen wurde.

Der Vorteil des gekreuzten Bezugsrechtsausschlusses: Gründer Josef Thannhuber, heute Aufsichtsratsvorsitzender, kann über seine Thannhuber AG alleiniger Stammaktionär der Gesellschaft bleiben. Die Thannhuber AG hat sich bereits verpflichtet 200.000 neue Stämme zu zeichnen. Die restlichen 440.000 neuen Stammaktien kann die Gesellschaft, so ein Sprecher, aber auch anderweitig vergeben. Allerdings hat die Thannhuber AG als alleiniger Stammaktionär der Hans Einhell AG das Bezugsrecht auf die neuen Anteilsscheine. So besteht die Möglichkeit etwaige neue Aktionäre selbst aussuchen zu können. In diesem Fall würde Josef Thannhuber die Eigenkapitalstärkung der Hans Einhell AG statt 10,88 Millionen € für alle neuen Stämme – falls die Kapitalerhöhung komplett durchgeführt wird – nur 3,4 Millionen € für 200.000 neue Stammaktien kosten.


© bfinance. Alle Rechte vorbehalten. Das Vervielfältigen und Verbreiten über bfinance veröffentlichter Inhalte oder das Speichern in Datenbanken außerhalb der Grenzen des Urhebergesetzes ohne Zustimmung von bfinance ist verboten. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können