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Mercer: Unternehmensfinanzierung für Maschinenbau von strategischer Bedeutung Drucken E-Mail
30.05.2003

PE
Der Maschinenbau ist eine der erfolgreichsten Branchen in Deutschland. Auch im derzeitigen schwierigen wirtschaftlichen Umfeld besitzen Maschinenbauunternehmen erhebliche Wachstumspotenziale. Dennoch haben die meisten Unternehmen der Branche ein Problem: Sie sind nicht profitabel genug. Trotz guten Wachstums lag die Umsatzrendite im Schnitt der letzten Jahre bei 3,4 Prozent vor Steuern. Die Eigenkapitalquote ist oft sehr gering, bei über 60 Prozent aller Unternehmen liegt sie unter 20 Prozent. Der richtigen Finanzierung kommt in diesem Zusammenhang eine immer wichtigere Rolle zu. Das sind die Ergebnisse der Studie "Maschinenbau 2010 – Steigerung der Ertragskraft durch innovative Geschäftsmodelle" von Mercer Management Consulting, die die Unternehmensberatung jetzt bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit der HypoVereinsbank vorstellte.

Damit für die Zukunft der Handlungsspielraum gewahrt bleibt, fordert Peter Baumgartner, Geschäftsführer von Mercer, die Maschinenbauer auf, mit neuen Geschäftsmodellen die Ertragskraft zu steigern und das Eigenkapital zu stärken. "Wichtige Stellschrauben sind dabei die Innovationsfähigkeit, das Kundenportfolio und der Leistungsumfang der Unternehmen."

In der Neuausrichtung auf diese neuen Geschäftsmodelle fällt der richtigen Finanzierung eine entscheidende Rolle zu, meint Andreas Schober, Senior Risk Manager bei der HypoVereinsbank: "Maßgeschneiderte Unternehmensstrategien müssen mit der richtigen Finanzierung abgesichert werden - mithin haben Finanzierungsfragen strategische Bedeutung." Schober nennt drei weitere Herausforderungen in der Kunde-Bank-Beziehung:
  • Die Beziehung Kunde-Bank wird transparenter werden.
  • Die Bedeutung des Ratings nimmt weiter zu.
  • Preise werden sich noch stärker am Kapitalmarkt orientieren.

Ihre Kapitalkosten können die Unternehmer mit verschiedenen Maßnahmen senken. Bei Maschinenbauunternehmen fällt auf, dass sie sehr oft die Potenziale der Selbstfinanzierungskraft, also die Reduzierung der Kapitalbindung und die Verbesserung des operativen Cash-Flows, nicht optimal nutzen", so Schober. Die Finanzierungslösungen werden sich in dem sich rasch wandelnden Markt der Maschinenbauer weiter differenzieren. Neben der klassischen Unternehmensfinanzierung mittels Betriebsmittelkrediten werden besonders problemorientierte Lösungen über strukturierte Finanzierungen an Bedeutung gewinnen. Unternehmen, die stark wachsen, benötigen Finanzierungslösungen für die Erschließung neuer Märkte, für Unternehmensübernahmen oder Blockinvestitionen. Zunehmend wichtiger werden auch Lösungen im Umfeld von Nachfolgeregelungen oder Unternehmensverkäufen. Bei Unternehmen mit stark schwankendem Geschäftsvolumen oder saisonalem Geschäft, werden zunehmend transaktionsbezogene Ansätze gewählt.


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