| "Der Mittelstand benötigt keine Ratingagenturen" – Berater contra Agenturen |
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| 14.05.2003 | |
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Patrick Eisele Neben der Ausbildung schießt sich Wegmann auch auf die von den Ratingagenturen selbstverordnete Trennung von Analyse und Beratung ein. "Ein Mittelständler braucht keine Ratingnote sondern Beratung", erklärt Wegmann. Nach Meinung des Mittelstandsberaters könnten auch Ratingagenturen als Consultant auftreten. Die Entscheidung der Ratingagenturen Beratung und Analyse zu trennen kann Wegmann nicht nachvollziehen: "Die Beratung lässt sich nicht von der Analyse trennen. Ratingagenturen machen nur Sinn, wenn auch Beratung angeboten wird. Eine Diagnose zu stellen und dann zu gehen hilft dem Unternehmen nicht weiter." KWU bietet nach eigenen Angaben Beratung bei steuerrechtlichen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Sachverhalten an. "Diagnose und Therapie gehören getrennt. Andernfalls werden bei der Analyse nur die Dinge gesehen, für die man wiederum Beratungsdienstleistungen anbieten kann", widerspricht Hans J. Loges, CEO der Ratingagentur RS Rating Services AG, und weist auch bezüglich des Know-hows daraufhin, dass die Analysten von RS mindestens zehn Jahre Berufserfahrung haben und teilweise unternehmerisch tätig waren. Auch für Christian Konieczny, Analyst bei der Creditreform Rating AG, gehört Consulting nicht zu den Aufgaben einer Ratingagentur: "Ratingagenturen, die auch Beratung anbieten, können nicht mehr unabhängig sein. Es besteht die Gefahr, dass bei der Analyse versucht wird Schwächen aufzudecken, nur um anschließend den Beratungsaufwand zu maximieren. Außerdem, wie wäre es bei einer Ratingverschlechterung um die Glaubwürdigkeit unserer Beratung bestellt?" |
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